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Vereinsgeschichte

Unser Verein wurde 1988 im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Stadtbahnlinie zum Killesberg gegründet. Diese war zunächst ohne Lärmschutzmaßnahmen geplant. Daraufhin formierte sich Widerstand bei den Anliegern, die sich dann im Planfeststellungsverfahren auch anwaltlich vertreten ließen.

Ergebnis war eine Vereinbarung, wonach die Straßenbahnlinie ihre heutige deutlich tiefergelegte Trassenführung mit einem Lärmschutzwall zum Wohngebiet und einem Tunnel für das letzte Teilstück erhielt. Dies war ein sehr großer Erfolg.
Trotz der Lärmschutzmaßnahmen bleibt die Lärmbelästigung des Gebiets durch die Straßenbahnlinie ein Dauerthema. Ein wichtiger Erfolg war vor rund 15 Jahren der Wechsel der Befahrung der Strecke von der Linie 7 zur Linie 5, die nur vielmal pro Stunde und vor allem mit Kurzzügen fährt, die deutlich leiser sind als die Langzüge.

Ein weiteres städtebauliches Vorhaben, in das sich der Verein mit sehr sichtbarem Erfolg einbringen konnte, war Anfang der 2000er Jahre das sog. Löwentorcenter (Ecke Heilbronner Straße/Gaucherstraße), das ursprünglich deutlich höher geplant war. Durch die Aktivitäten des Vereins konnte eine niedrigere Bebauung und eine Verkehrsführung erreicht werden, die das Wohngebiet nicht zu stark belastet.

In der ersten Hälfte der 2000er hat sich der Bürgerverein In einem Verbund von Vereinen und Initiativen auch aktiv in die Planungen für die Nachnutzung des Messegeländes (heutige „Killesberghöhe“) eingebracht, u.a. mit dem Fokus einer verträglichen Bebauung, einer guten Versorgungsinfrastruktur für den Stadtteil und dem Erhalt von Grünfläche für den Killesberg Park. Gemeinsam konnte außerdem der anvisierte Bau eines „Trump-Towers“ auf dem Pragsattel, was ein völlig überdimensioniertes Hochhaus im Stil der Fellbach-Towers gewesen wäre, verhindert werden.

Viel der Vereinstätigkeit spielt sich im Kleinen ab: Sei es der ständige Kampf gegen das Fremdparken durch Berufsschüler und Berufspendler im Wohngebiet, die Anmahnung einer dringend überfälligen Grünpflege beim Gartenbauamt, die Gestaltung von Fußgängerüberwegen u.Ä.

Da in den letzten 20 Jahren ein deutlicher Generationswechsel im Wohngebiet stattgefunden hat, wurde 2009 erstmals ein sog. „Kanzel-Kaffee“ als Nachbarschaftshocketse auf der Wendeplatte auf der „oberen Kanzel“ organisiert, bei der sich neue und alte Nachbarn bei fröhlichem Kaffee und Kuchen und anschließendem Grillen treffen, kennenlernen und austauschen können.