Wenn es draußen kühler und feuchter wird, drängen sie ins Haus: Spinnen.
Seit kurzem ist eine neue Spinnenart unter den Eindringlingen: Zoropsis spinimana, die Nosferatuspinne.
Zunächst waren es bis 2022 nur wenige Sichtungen der aus dem Mittelmeerraum stammenden Kräuseljagdspinne, doch seit zwei Jahren ist sie hierzulande regelmäßig zu beobachten.
Und das häufig im Haus, da sie es gerne warm hat.
Dort sorgt sie bei manchem Betrachter aufgrund ihrer stattlichen Größe von bis zu 2cm Körperlänge und 6cm Beinspannweite mitunter für erhöhten Puls.
Dazu trägt sicher auch der Name und die Berichterstattung bei, die von einer Riesen-Giftspinne spricht.
Das mit dem Gift ist zwar richtig, denn sie jagt ihre Beute und kann blitzschnell zubeißen und dabei ihr Gift injizieren.
Menschen wird sie jedoch nicht gefährlich. Sollte sie sich bedroht fühlen und zubeißen, gleicht das einem leichten Wespenstich.
Dennoch ist es ratsam, sie mithilfe eines Glases und nicht von Hand aus dem Haus zu tragen.
Da es bei uns immer wärmer wird, findet sie gute Bedingungen vor und wir werden uns wohl an sie gewöhnen müssen.
Eine Besonderheit ist, dass sie sich dank Hafthaaren an den Beinen auch an glatten Flächen wie senkrechten Glasscheiben festhalten kann.
Das abgebildete Exemplar lebt übrigens bei uns „Auf der Kanzel“.